Am Samstag gewann der Spanier das Zeittraining vor dem deutschen MAN-Piloten Jochen Hahn. Auf den Startplätzen 3 und 4 folgten Vrsecky und Bösiger. Diese Vierergruppe lag gerade mal drei Zehntel auseinander. Im Quali-Race gewann Albacete den Start gefolgt von Hahn, der anschließend seinen Markenkollegen permanent attackierte. Mit 4 Zehnteln Vorsprung rettete der Spanier schließlich seinen Sieg ins Ziel. Mit nicht einmal Sekundenabstand folgten Vrsecky und Bösiger. Und auch im Championship Race setzte Albacete sich gleich wieder an die Spitze. Erneut nutzten Hahn all seine Angriffe wenig. Unter dem Jubel der Zuschauer fuhr der Spanier seinen zweiten Tagessieg ein. Bösiger und Vrsecky fuhren von vornherein eher etwas zurückhaltender, einfach um gewappnet zu sein, mögliche Fehler der Vorderleute nutzen zu können. Nach zwei Dritteln des Rennens gab es plötzlich die rote Flagge. Ein Truck war mitten auf der Ideallinie an einer höchst gefährlichen Stelle stehen geblieben. Nach dem Rennabbruch erfolgte ein Neustart, die in beiden Rennabschnitten erzielten Zeiten wurden zusammengerechnet. Hinter Albacete und Hahn fuhr Bösiger so schließlich auf den dritten Podiumsplatz.
Im Zeittraining am Sonntag holte sich Vrsecky die Pole fürs Quali-Race. Albacete sicherte sich den zweiten Startplatz, vor Bösiger und Hahn. Im Rennen erwischte der Spanier einen Superstart, lag in der ersten Kurve leicht vor Vrsecky und lenkte schon frühzeitig stark ein. Der auf der günstigeren Innenbahn liegende Tscheche vermied jedes Risiko und ließ Albacete den Vortritt. Direkt dahinter folgte Bösiger vor Hahn, der mit seinem MAN-Kollegen Jean-Phillippe Belloc (FRA) kollidierte und weit zurückfiel. Die beiden Buggyra-Piloten mieden weiterhin riskante Attacken, und so konnte Albacete seinen Sieg schließlich mit nicht einmal einer halben Sekunde Vorsprung nach Hause fahren.
Und auch im abschließenden Championship Race, dem letzten Rennen der Saison, sollte der Jubel der spanischen Fans in Jarama anhalten. Bösiger und Vrsecky steckten auch hier – in der sicheren Gewissheit, den Titel und auch die Vizemeisterschaft ja längst gewonnen zu haben – eher zurück als gefährlich zu attackieren. So genossen die beiden Buggyra-Teamkollegen dann auch hinter Albacete das Vorüberfahren an den jubelnden Massen. Am Ende gaben sie sich knapp hinter dem Lokalmatadoren mit den zweiten und dritten Podiumsplätzen zufrieden.
In der Endabrechnung holte sich Vrsecky schließlich mit 414 Punkten den Meistertitel vor Bösiger (393), Albacete (372) und Hahn (305).
Auch in der Teamwertung gewann Buggyra mit Bösiger und Vrsecky und 878 Punkten überlegen den Titel vor Team Koller + Schwemmer (Hahn/Belloc-644) und Team Frankie (Vojtisek/Altenstrasser-459).
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